Ich habe mit elf Jahren angefangen zu angeln.

es war das Jahr 1967, und ich war 13 Jahre alt, und ich fuhr immer mit dem Fahrrad an der Nidda entlang. Magisch angezogen von dem Wasser und den unbekannten Wesen die darin herumschwammen.

Es war immer ein kleiner Ausflug des Straßenbub aus Frankfurt in die Natur. Die Natur hat mich immer fasziniert. Außerdem war die Natur vollkommen intakt, chemische Düngung war noch fast unbekannt. Ich stand oft stundenlang bei den Anglern am Altarm in Bonames. Es wurde mir nicht langweilig. Außerdem war es eine gute Gelegenheit mich vor Zuhause zu verdrücken, wo es nicht so angenehm war. Schließlich habe ich einen der Angler gefragt was man tun muss um hier angeln zu können. Er hat mir freundlich geantwortet ich müsse Mitglied im Verein werden und solle einen Herrn Jäger in Bergen-Enkheim aufsuchen. Das war eine Herausforderung, in Bergen-Enkheim war für mich unbekanntes Terrain.

Ich machte mich dann alleine mit dem Fahrrad zu diesem Herrn Jäger auf. Ein älterer Herr, der mich freundlich empfing und mir alles erklärt hat. Daraufhin bin ich Mitglied geworden und habe noch im gleichen Jahr meine Fischereiprüfung abgelegt. Meine Mutter musste mich dorthin begleiten. Dann ging es los mit Angeln, Weißfische oder sogar Schleien und als Höhepunkt einen Karpfen.

1969 hatte ich ein Schlüsselerlebnis. Ich fuhr mit dem Fahrrad entlang der Nidda nahe der Bonameser Brücke. Ich war zutiefst schockiert. Die gesamte Wasseroberfläche war mit toten Fischen bedeckt. Soweit man schauen konnte. Alle Fischsorten, alles Leben war abgetötet und liegt leblos auf der Wasseroberfläche den Fluss hinunter. Ich erkundigte mich bei den anderen was hier los sei und es ging das Gerücht um, dass eine Fabrik bei Bad Vilbel ihre chemischen Abfälle in der Nidda entsorgt hatte. Ich habe das nie vergessen.

Es war ein einschneidendes Erlebnis. Als Jugendliche haben wir dann oft an dem Altwasser gesessen gegrillt und Bier getrunken. Nach dem Abitur habe ich Frankfurt verlassen um außerhalb zu studieren. Nach dem Studium war der berufliche Aufbau das wichtigste und die Angelei habe ich vernachlässigt.

Schon seit langer Zeit betreibe ich die Angelei hauptsächlich nur noch im Urlaub auf den Ozeanen. Dort sind die Fische etwas größer. Meistens scheint die Sonne.

Zum Schluss habe ich noch ein persönliches Anliegen. Wir haben Wahlen. Die grüne Partei gibt sich als Umweltpartei aus, was sie aber schon lange nicht mehr ist oder nie gewesen ist. Die grüne Partei ist längst zu einer Partei geworden, die unsere Freiheiten überall einschränkt. Ich halte es sogar für möglich, dass demnächst sogar der Angelsport verboten wird. Also bitte keiner hier sich blenden lassen und diese Partei wählen.      

Zum Abschluss möchte ich mich bedanken für Euer zu hören und wünsche allen ein gutes Jahr 2017 und viel Petri Heil.