Es wird Zeit!

Schon lange stapeln sich meine Angeln völlig ungeschätzt und ineinander verkeilt in einer Ecke unseres Kellers. Mal ganz abgesehen davon, dass es keinen Spaß macht, vor jeder Angeltour das Schnur-Ruten-Rollen-Gestrüpp zu entwirren, hat diese Art der Lagerung auch Spuren an den Ruten hinterlassen. Angesplitterte Rutenverbindungen sind da nur ein Grund gewesen, dass ich das schnellstens ändern wollte. Da ich im Handel keinen vernünftigen bzw. passenden und gleichzeitig auch erschwinglichen Rutenhalter bekommen habe, habe ich mich entschieden, selber einen zu bauen.

Material & Werkzeug

Wichtig für mich war, dass der Bau nicht mehr Werkzeug erforderte, als ich besitze. Aber mit einem Schraubenzieher, Einer Bohrmaschine, Säge und ein paar Schrauben bekommt man schon etwas Ordentliches zusammengeschustert.

Bauplan Rutenständer

Ich wollte gerne einen Ständer für die Wand, in dem die Ruten aufrecht stehen können. Auch im zusammengelegten Zustand, da meine Kellerwände nur 2,10 m hoch sind. Ich habe mich für einen Ständer aus zwei Teilen entscheiden. Einen für die Aufnahme der Rutenendstücke und einen oberen Teil mit Geräteklemmen zum Fixieren der Ruten an der Wand.

Material für Bau eines Rutenständers Die folgenden Dinge habe ich benötigt:

  • Bohrmaschine
  • Säge
  • Etwas Schleifpapier
  • Holzleim
  • Schraubenzieher
  • Holzbohrer 5 und 3 mm
  • So einen Großlochbohrer in 3,8 cm
  • 12 Kleine Holzschrauben 3,5*20 mm
  • 5 große Holzschrauben 5,0*60 mm
  • Bretter 24*74 mm, gehobelt aus dem Baumarkt (meine waren aus Fichte)

Anleitung

Zunächst sägt man die Bretter auf die richtige Länge und glättet die Enden mit dem Schleifpapier (gute Arbeit auch für kleinere Bastler). Ich habe mich für 90 cm und 6 Ruten entschieden. Das passt gut in meinen Keller und bei 6 Halterungen kann man auch große Rollen an den Ruten lassen. Ich habe hier meine Brandungs- und Karpfenruten jeweils mit 4500 bzw. 6000er Rollen abgelegt. Nach dem Sägen habe ich erst mal die Löcher für das Verschrauben an der Wand (mit dem 5mm-Bohrer) und die Mulden für die Ablage der Rutenendstäcke gebohrt. Für die Mulden habe ich so einen breiten Bohrer genutzt, wie man ihn auf dem Bild in der Bohrmaschine sieht. Ich habe die Löcher ca. 1 cm tief gebohrt. Wird nicht so sauber, reicht aber völlig aus. In welchen Abständen das zu tun ist, könnt ihr auf der Zeichnung sehen.

Boren von Aufnahmemulden für Ruten

Als nächstes verleimt man den Boden mit der Rückwand für die Montage des unteren Teils für den Rutenständer. Ich habe vorher 5 Löcher für die 5,0*60 mm Schrauben in die Rückwand gebohrt, um die verleimten Bretter auch direkt miteinander zu verschrauben.

Bretter vor dem Verleimen zum Rutenständer Verschrauben des Rutenständers

Geräteklemmen für Rutenständer Nun geht es daran, das obere Brett mit den Geräteklemmen zu versehen. Ich habe welche aus dem Baumarkt bzw. dem Gartenfachmarkt gekauft. Die gibt es in Dreierpackungen beim Toom-Baumarkt. Sie halten wirklich gut und sind auch nicht sehr teuer. Diese Klemmen werden mit jeweils zwei kleinen Holzschrauben jeweils in den Abständen wie auf der Zeichnung beschrieben verschraubt. Und damit ist der Rutenständer auch schon fertig.

Geräteklemmen als Rutenfixierung

Das Resultat

Das Resultat sind nun zwei Bretter mit den jeweiligen Halterungen für die Ruten. Diese kann man mit beliebigem Zwischenabstand an der Wand verschrauben. Der Abstand ergibt sich natürlich aus der Länge der aufzubewahrenden Ruten. Zum Anschrauben an die Wand wurden ja im Vorfeld schon jeweils zwei Löcher in den Brettern vorgebohrt.

Rutenständer vor der Montage an der Wand.

Und hier ist der fertige Rutenständer in meinem Keller. Ich habe eine Version für sechs und eine für neun Ruten gebaut. Bei dem für neun ist der Abstand zwischen den einzelnen Halterungen dann halt zehn an Stelle von fünfzehn Zentimeter.

Fertiger Rutenständer für 6 Ruten Fertiger Rutenständer für 9 Ruten Dann wünsche ich mal viel Spaß beim Nachbauen. Falls es noch den ein oder anderen Verbesserungsvorschlag von einem handwerklich begabteren Menschen gibt, immer her damit. Am besten als Kommentar zum Artikel schreiben. Ein paar Bilder die nach Veröffentlichung des Artikels eingegangen sind findet ihr hier.